Projekt „Future of Life“ – Ein Blick in die Zukunft


Digitalisierung überall. Künstliche Intelligenz. Selbstfahrende Autos. Wie wird unsere Zukunft aussehen? Was wird in 50 Jahren alles möglich sein?

Mit diesen Fragestellungen beschäftigten sich die 19 Mädchen der 7a im Rahmen des Projekts „Future of Life“, das vom BG/BRG Lichtenfels anlässlich seines 150-jährigen Jubiläums initiiert wurde. Gemeinsam mit fünf weiteren Partnerschulen (HAK Grazbachgasse, BG/BRG Gleisdorf, BG/BRG/BORG Köflach, BG Ursulinen und Sainte Jeanne-Èlisabeth, Paris) setzten sich die Schülerinnen durchaus kritisch mit Themen der Zukunft auseinander. Während der Besuche in renommierten und weltführenden Spitzenunternehmen der Steiermark (AVL, KNAPP, AT&S Leoben, Joanneum Research – HEALTH) bekamen sie Einblicke in deren Entwicklungen und Forschungen. „Fotos verboten“ lautete natürlich immer dann die Devise, wenn die Geheimnisse der neuesten technischen Erfindungen gelüftet wurden. Der Einblick in die Welt der Technik und der Blick in die Zukunft waren während der einzelnen Unternehmens-Führungen sehr vielfältig: neueste Errungenschaften auf dem Gebiet der Antriebssysteme von Fahrzeugen, automatisierte Lagersysteme mithilfe von Shuttle-Systemen, die Herstellung von winzig kleinen Leiterplatten und schließlich Technik in der Medizin.

Nicht nur konnte sich die Klasse ein umfangreiches, differenziertes Fachwissen im Themenbereich „Technik“ erwerben, sondern in vielerlei Hinsicht war es den Schülerinnen auch möglich, in den Firmen bei aktuellen, strittigen Themen aktiv mitzudiskutieren. Nebenbei lernten die Mädchen auch verschiedenste Berufsfelder kennen, und das Interesse an dem einen oder anderen Berufsbild konnte geweckt werden.

Wie durch Zauberhand entwickelten sich von alleine komplexe ethische Diskussionen unter den Schülerinnen: Wie weit darf sich der Mensch von Maschinen verdrängen lassen? Ist autonomes Fahren wirklich notwendig? Bis zu welcher Grenze ist der Einsatz künstlicher Intelligenz auch ethisch vertretbar?

Die Teilnahme an dem Projekt war somit in vielerlei Hinsicht wertvoll und ein voller Erfolg. Nicht nur wurden nämlich einzelne Inhalte des Unterrichts aus den Bereichen Physik, Biologie und Chemie vertieft, sondern vor allem das kritische Reflektieren und Denken wurden geschärft. Immerhin wurden die Schülerinnen darauf sensibilisiert, technische Errungenschaften nach ihren positiven und negativen Seiten abzuwägen und Entwicklungen der Zukunft zu hinterfragen. Auch die Forderung „Frauen in die Technik“ wurde durch die Beteiligung an dem Projekt unterstützt. Immerhin wurde während der Firmenbesuche mit meiner Mädchenklasse deutlich, dass auch Mädchen in dem Bereich der Technik großes Interesse, Wissen und auch Können besitzen. Möglicherweise wurden durch die Einblicke in die verschiedensten Firmenschwerpunkte sogar Weichen für eine zukünftige Berufskarriere in dieser Richtung gelegt!?

Ich möchte mich auf diesem Weg bei den beiden Projektleitern aus dem BG/BRG Lichtenfels, Nikolaus Holzapfel und Meinhard Lang, bedanken, die unserer Schule bzw. meiner Klasse die Teilnahme an diesem spannenden Projekt und die unbezahlbaren Erfahrungen möglich gemacht haben.

Besonders bedanken möchte ich mich aber bei meinen Mädchen aus der 7a, die sich während der Lehrausgänge interessiert, offen und aber auch kritisch gezeigt haben und sogar bei Terminen am Nachmittag oder Abend diszipliniert in vollständiger Zahl erschienen sind!

 

Prof. Patricia Steinbauer

 
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