Teachers go international – Erasmus+ am BG/BRG Oeversee


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Grenzenlos macht Schule

Erasmus+ ist ein Bildungsprogramm der Europäischen Union, welches auch Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern im EU-Ausland fördert. In den Jahren 2017 – 2019 hatte das BG/BRG Oeversee die Chance gemeinsam mit 17 weiteren steirischen AHS und 51 Pflichtschulen am Erasmus+ Projekt „Grenzenlos macht Schule“ („Tip Top“ für Pflichtschulen) dabei zu sein. Insgesamt besuchten 420 Lehrerinnen und Lehrer verschiedene Kurse und Schulen im EU Ausland, um neue Anregungen für den eigenen Unterricht zu bekommen.

Anbei ein Einblick in die Erfahrungen die Mag. Reinhard Trapp, Jana Grabner MA und Mag. a Maria Bloder im Zuge des Projekts im EU-Ausland sammelten:



1) Jobshadowing an der Technischen Universität Darmstadt und Freiburg

An der Uni in Freiburg (21.3. – 24.3.2018) bekamen wir neue Einblicke und Ideen für die Unterstützung von Studierenden bei der Planung von Unterricht (Mathewerkstatt).

Des Weiteren bekamen wir Impulse zur Erstellung differenzierender Aufgaben im Mathematikunterricht sowie Ideen für einen binnendifferenzierten Unterricht in heterogenen Lerngruppen, welche sich gut im Unterricht umsetzen lassen.

Durch das Jobshadowing an der TU Darmstadt (17.10.2018 - 19.10.2018) konnte ich Einblick in die Lehramtsausbildung an der TU Darmstadt und Impulse für die Neuorientierung von Lehrerfortbildung in Richtung Online-Module gewinnen, was nicht nur für den Lehrberuf an der Schule hilfreich ist, sondern auch für meine Tätigkeit an der Pädagogischen Hochschule Graz. Des Weiteren bekam ich neue Ideen für die Umsetzung fachdidaktischer Konzepte im Mathematikunterricht und konnte einen Eingangsdiagnosetest mit automatischem und bereichsspezifischem Feedback für SchülerInnen beim Übergang von der Sekundarstufe I (5. Klasse) zur Sekundarstufe II (6. Klasse) kennenlernen. Meine Schülerinnen und Schüler profitieren davon, da ich die differenzierenden Unterrichtsmaterialien zum nachhaltigen Erwerb von Wissen und Können (Kopfübungen, Aufgabenset, langfristige Hausübungen, Blütenaufgaben, Checklisten..) in meinem Unterricht einsetze.

Mag. Reinhard Trapp



2) Overseas Teachers of English Course in Sidmouth, Großbritannien

Von 15.2. bis 2.3.2018 hatte ich die Möglichkeit einen eigens für Englischlehrerinnen und –lehrer konzipierten Kurs in Devon, Großbritannien zu besuchen. Die Inhalte des Kurses waren die folgenden:

  • Entwicklung der Sprache in Großbritannien

  • Vermittlung von britischer Kultur und aktuelle Themen

  • Verwendung von Realien im Unterricht

  • Rollenspiele im Englischunterricht

  • Umgang mit neuen Medien, online Wörterbüchern, Apps im Fremdsprachenunterricht

  • Übersicht über Methoden des Fremdsprachenunterrichts

  • Wichtigkeit von Phonologie und „Chunking“

  • Erstellen von Lerner-zentrierten Übungen

Ich hatte die Möglichkeit viele neue Methoden kennzulernen und Einblicke in aktuelle Theorien des Spracherwerbs bzw. des Fremdsprachenunterrichts zu bekommen. Das Wohnen bei einer Gastfamilie trug dazu bei so viel Englisch wie möglich zu sprechen und zusätzliche Einblicke in die britische Kultur und den Alltag zu bekommen.

Damit das Wissen nicht nur bei mir bleibt, habe ich schon einige neugelernte Methoden im Unterricht angewendet und auch mit Fachkolleginnen und -kollegen im Zuge eines Austauschnachmittags im April 2019 geteilt.

Mag. a Maria Bloder

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3) Erasmus+ Bildungsreise nach Nizza an die Côte d'Azur

 

Vom 12.04.2019 bis 19.04.2019 hat die Bildungsdirektion Steiermark im Rahmen des Erasmus+ Projekts „Grenzenlos macht Schule“ Französisch-LehrerInnen und LehrerInnen für Musik und Bildernische Erziehung zu einer Bildungsreise nach Nizza eingeladen.

 

Ich hatte die Möglichkeit während der Osterferien an diesem abwechslungsreichen und inspirierenden Programm an der Côte d'Azur teilzunehmen. Mit dabei waren noch acht weitere KollegInnen aus Graz und der Steiermark. Die Bildungsreise wurde von Francophonia, einer Sprachreise-Agentur in Nizza, in Kooperation mit Mag. Maria Pichlbauer (Bildungsdirektion Steiermark) organisiert.

 

Nach unsere Ankunft am Freitag wurden wir mit einem exzellenten Abendessen mit lokalen Spezialitäten willkommen geheißen. Bereits am Samstag Vormittage begann unser durchaus dichtes Programm, das uns ermöglichte, innerhalb einer Woche ein großes Spektrum an sprachlichen, kulturellen und künstlerischen Facetten Südfrankreichs kennen zu lernen.

 

Denn wir verweilten nicht nur in dem wunderschönen Nizza, sondern machten auch Tagesausflüge nach Monaco, Cannes oder nach Villefranche-sur-mer. In der Oper von Monaco wohnten wir einem mongolischem Konzert bei, wir besuchten viele Museen, wie das Musée Matisse, die Fondation Maeght oder das Musée MAMAC. Das kulturelle Programm wurde von Sprach- und Poesiekursen abgerundet, die auch zwei Mal mit einer Exkursion verbunden waren und unter freiem Himmel stattgefunden haben.

 

Ich möchte mich herzlich bei Mag. Maria Pichlbauer, der Bildungsdirektion Steiermark und Erasmus+ bedanken, dass ich an dieser Reise teilnehmen durfte, da diese Reise nachhaltig mein Wissen über und meine Perspektive auf die französische Kultur bereichert hat!

 

MA Jana Grabner, Bildernische Erziehung

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Professionalisierung von Lehrkräften im Bereich Mehrsprachigkeit, CLIL und Digitalisierung“ - neues Erasmus+ Projekt am BG/BRG Oeversee

Um weiterhin Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit zu geben sich international weiterzubilden, wurde im Jänner 2018 die Idee geboren als Schule einen eigenen Antrag für ein neues Projekt zu stellen. Aus 179 eingereichten Anträgen österreichweit wurden 84 genehmigt –darunter auch der Antrag des BG/BRG Oeversee! In diesem Projekt, das unter dem Titel „Professionalisierung von Lehrkräften im Bereich Mehrsprachigkeit, CLIL und Digitalisierung“ von Juni 2019 bis November 2020 läuft, haben zehn Lehrerinnen und Lehrer die Möglichkeit, Fortbildungen im EU-Ausland zu den genannten Themen zu besuchen. Die EU-Förderung hierfür beträgt 22 100€, was einen Großteil der Kosten abdeckt. Ziel des Projekts ist es zum Einen Lehrerinnen und Lehrer Zugang zu fundiertem Fachwissen auf internationaler Ebene zu ermöglichen und zum Anderen das BG/BRG Oeversee auf langer Sicht auch international nicht nur auf Lehrerinnen und Lehrer sondern auch auf Schülerinnen und Schülerebene zu vernetzen.

In den letzten Sommerferien nahmen bereits drei Lehrerinnen an Fortbildungen in Italien und Großbritannien teil. Hier einige Impressionen und Einblicke in ihre Erfahrungen!

Mag. a Maria Bloder (Koordinatorin für Erasmus+)





  1.  Erasmus+ Aufenthalt in Otranto (Apulien)

Im Zuge einer Erasmus+ Mobilität verbrachten wir vom 14.7. bis zum 20.7.2019 eine Woche in Otranto, Apulien. Wir besuchten einen Kurs für Italienisch-LehrerInnen in einer Sprachschule und hatten dadurch die Möglichkeit, unsere Sprachkenntnisse aufzufrischen und zu vertiefen. Außerdem beschäftigten wir uns mit gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen Süditaliens, erkundeten die Region und genossen „la vita italiana“.

Angerbauer Veronika und Blaindorfer Iris



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  1. Neue Impulse durch Erasmus+

Im Rahmen unseres Erasmus+ Projekts „Professionalisierung von Lehrkräften im Bereich Mehrsprachigkeit, CLIL und Digitalisierung“ konnte ich in den vergangenen Sommerferien nach Oxford reisen, um an der Lake School of English die zweiwöchige Fortbildung „Creative Teaching in the Secondary and Adult English Language Classroom“ zu besuchen.

Die Kernthemen des Kurses waren die Folgenden:

  • Blended learning - Methodenvielfalt im Zeitalter der Digitalisierung

  • Chunking - Vokabellernen im Kontext

  • Differenzierung im Fremdsprachenunterricht

  • Kommunikative Grammatik-und Wortschatzübungen

  • Mit Texten arbeiten - schülerzentrierte Schreib-und Leseübungen erstellen und einsetzen

  • Einsatz digitaler Ressourcen (Learning Apps, Online-Wörterbücher…)

  • Bilder, Musik und Videos als audiovisuelle Unterrichtsressource

  • Britain today - Vermittlung landeskundlicher Inhalte

Während meiner Zeit in Großbritannien konnte ich viele neue Impulse für meinen eigenen Unterricht gewinnen, eine Vielzahl innovativer Unterrichtsmethoden selbst ausprobieren, andere EnglischlehrerInnen aus Ländern wie Spanien, Portugal, Ungarn, Polen und Japan kennenlernen und die historische Universitätsstadt Oxford und ihre pittoresken Colleges erkunden.

Durch die Vernetzung und den Austausch mit internationalen KollegInnen konnte ich einen Einblick in deren Arbeitswelt gewinnen und meine interkulturelle Wahrnehmung stärken. Zudem förderte die Unterbringung bei einer Gastfamilie ein ganzheitliches Eintauchen in die englische Sprache und britische Kultur. Im Rahmen vieler spannender Gespräche, aber auch ganz alltäglicher Situationen, wurde mir ein authentischer Einblick in die Kultur und Lebensweise des Gastlandes fernab aller Touristenpfade gewährt.

Ich möchte diese zwei Wochen im wunderbaren Oxford keinesfalls missen und freue mich schon auf weitere Fortbildungen im Rahmen von Erasmus+!

Mag. Sarah Hammer



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