Kreativwettbewerb projekteuropa / jung und alt - ZUSAMMENhalt!


Das Projekt der 4.b (Technisches Werken) und 6.abc (Ethik) „Komm – ich zeig dir meine Welt" wurde heuer im Frühjahr mit einem Geldbetragin der Höhe von Euro 300,00 und zwei Reisen zu internationalen Jugendtreffen in Bad Marienberg (Deutschland) ausgezeichnet. Der Kreativwettbewerb, der in mehreren europäischen Ländern durchgeführt wurde, war Anlass, uns mit dem Generationenthema zu befassen. Unsere Schule besuchen viele Kinder, die ihre Großeltern in den Heimatländern der Eltern schmerzlich vermissen, andererseits gibt es in unmittelbarer Nähe ein geriatrisches Krankenhaus und Seniorenheim, wo alte Menschen sich über Besuche freuen. Das Projekt versucht auf beide Bedürfnisse einzugehen und konkret Begegnung zwischen Jung und Alt zu ermöglichen.

Die Ethikgruppe sollte herausfinden, inwiefern sich Jugendliche heute und Jugendliche vor 50 – 60 Jahren unterscheiden und was sie gemeinsam haben. Zu diesem Zweck wurde ein Fragebogen erstellt, in dem es vorallem um Bewusstmachung von Haltungen und Werten ging. Durch einfühlsame Gespräche suchten die SchülerInnen Zugang zur älteren Generation zu finden bzw. umgekehrt auch Aufmerksamkeit und Verständnis für ihr Alter zu wecken.

Im Technischen Werkunterricht wurde das Thema anhand der Herstellung von Gesellschaftsspielen für die ältere Generation bearbeitet. Die Aufgabenstellung sollte u.a. dazu anregen, sich als Jugendlicher in ältere Menschen hineinzudenken und deren spezielle Bedürfnisse im Hinblick auf Wahrnehmen und Sehen, motorische Fähigkeiten, Erinnerungsvermögen usw. zu berücksichtigen. Ausgehend von einer gründlichen Analyse gängiger und auf dem Markt erhältlicher Brettspiele und der Konfrontation mit allgemeinen „Handicaps" älterer Menschen ging es von der Planung zum individuellen Entwurf, zur Werkzeichnung im Maßstab1 : 1; vom Zuschnitt, der Fertigung mithilfe passender Werkzeuge und Maschinen, der Farbgestaltung bis hin zum Erstellen und Formulieren der teils eigenen Spielregeln. In der praktischen Arbeit, die je zu zweit durchgeführt wurde, standen das gemeinsame Planen und Entwickeln, arbeitsteiliges Verfahren in der konkreten Umsetzung, gegenseitige Korrektur und die weitgehende Selbstständigkeit beim Lösen von werktechnischen Problemen im Vordergrund. In der abschließenden Spielrunde wurden die Brettspiele auf ihr Design, die Handhabung und Funktion in Hinblick auch auf die älteren Menschen kritisch beurteilt.

Ein geplanter gemeinsamer Besuch der Werk- und Ethikgruppe im nahegelegenen geriatrischen Krankenhaus mitsamt den Spielen wird zeigen, ob und wie weit sich die SchülerInnen in diese Menschen hineindenken konnten, vorallem aber kann es sicher ein wertvoller Moment der Begegnung zwischen den Generationen werden.

Prof.Waltraud Liebich, Prof. Elisabeth Schabler

 
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